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Verbandsgemeinde Winnweiler Aktuell

06.02.2017

Brandamtmann Christian Füllert zum hauptamtlichen Wehrleiter ernannt


Bürgermeister Jacob (links im Bild) gratuliert Brandamtmann Christian Füllert zur Ernennung zum hauptamtlichen Wehrleiter. (Foto: Löffel)

Mit Beginn des Monats Februar übernahm Christian Füllert die Leitung der Verbandsgemeindefeuerwehr Winnweiler. Er tritt die Nachfolge von Robert Blanz an, der nun in das zweite Glied gerückt ist und zum stellvertretenden Wehrleiter ernannt wurde. Füllert ist der erste hauptamtliche Wehrleiter im Donnersbergkreis und einer der wenigen Wehrmänner in dieser Position im Land, die eine solche Aufgabe hauptamtlich ausführen. Die Verbandsgemeinde Winnweiler hat sich schon frühzeitig im Brandschutzwesen und der technischen Hilfe auf die neuen Herausforderungen eingestellt.

Die Ernennung vollzog Bürgermeister Rudolf Jacob in der Feuerwache in Winnweiler vor einer großen Anzahl von Feuerwehrleuten. Die Notwendigkeit zu diesem Schritt ergebe sich aus dem Ergebnis einer Risikoanalyse mit einem Brandschutzbedarfsplan, so Jacob. Das umfangreiche Werk habe den Verantwortlichen deutlich gemacht, dass gehandelt werden muss und so hat sich der Verbandsgemeinderat Winnweiler dem Thema gewidmet und abgewogen. „Das Ergebnis ist die heutige Ernennung von Füllert zum hauptamtlichen Wehrleiter“, so Jacob. Bei der Abwägung haben auch die vor Ort bestehenden Strukturen eine große Rolle gespielt und der Bürgermeister dankte den Mandatsträgern für die sachliche Diskussionen und Gespräche. Immerhin bestehe die Verbandsgemeinde Winnweiler aus 13 Ortsgemeinden und da sind andere Überlegungen notwendig wie bei einer Gebietskörperschaft mit nur einer handvoll angegliederten Kommunen. Auf die Ausschreibung hin haben sich acht Bewerber gemeldet. In einem Auswahlverfahren konnte sich Christian Füllert als der Mann mit den besten Fähigkeiten durchsetzen.

Um überhaupt einen neuen Wehrleiter einsetzen zu können, musste das Amt frei werden. Deshalb entpflichtete der Bürgermeister den bisherigen Amtsinhaber Robert Blanz (Winnweiler) und dessen Stellvertreter Wolfgang Radlinger (Sippersfeld) auf deren eigenen Wunsch zum Ende des Monats Januar. Er versäumte es nicht, beiden Personen für ihre Leistungen zu danken. Robert Blanz ist im Jahr 1981 in den Feuerwehrdienst in Winnweiler eingetreten und war von 1990 bis 1993 ehrenamtlicher Gerätewart. Anschließend wurde er zum ersten hauptamtlichen Gerätewart ernannt. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits die Laufbahnprüfung für den mittleren Dienst bei der Berufsfeuerwehr in Wiesbaden absolviert. Von 1996 bis 1998 war Blanz stellvertretender Wehrleiter und anschließend in das Amt des ehrenamtlichen Wehrleiters gewählt worden . Seit 1999 ist er wieder bei der Berufsfeuerwehr in Wiesbaden tätig. Blanz habe an der Entwicklung des Feuerwehrwesens in der Verbandsgemeinde Winnweiler wesentlich mitgearbeitet, lobte Jacob. Wertvolle Arbeit habe auch dessen Stellvertreter Wolfgang Radlinger geleistet. Er kam ebenfalls im Jahr 1981 zur freiwilligen Feuerwehr, allerdings in seiner Heimatgemeinde Sippersfeld. Von 1990 bis 2005 stand er dieser als Wehrführer vor. Im Jahr 2005 wurde er zum stellvertretenden Wehrleiter gewählt und galt als loyaler und zuverlässiger Stellvertreter, so Jacob. Er habe sich nie in den Vordergrund gedrängt, aber war stets da, wenn er gebraucht wurde.

Sodann ernannte Jacob nun den neuen hauptamtlichen Wehrleiter Christian Füllert, der in Winnweiler aufgewachsen ist und dort heute noch wohnt. Füllert, Jahrgang 1977, verbrachte nach erfolgreichem Abitur seinen Wehrdienst als Fallschirmspringer in Zweibrücken und schloss dann eine Ausbildung zum Bauzeichner an. Bei der Berufsfeuerwehr in Darmstadt legte er die Laufbahnprüfung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst ab und bei der Berufsfeuerwehr in Wiesbaden absolvierte er den Aufstieg in den gehobenen Dienst. Mit 16 Jahren ist er der Stützpunktwehr Winnweiler beigetreten, der er heute noch angehört. Im Jahr 2005 wurde er dort zum Wehrführer bestellt. Seit drei Jahren ist Füllert stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur. Zwischenzeitlich hat er berufsbegleitend einen Masterstudiengang im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes an der Hochschule in Kaiserslautern erfolgreich beendet, wo er nebenberuflich noch als Dozent tätig ist.

Die Entscheidung zu einem solchen Schritt sei sicherlich von den örtlichen Strukturen abhängig, betonte auch Kreisfeuerwehrinspekteur Christian Rossel. Deshalb sehe er in dieser Entscheidung den richtigen Weg für die VG Winnweiler eingeschlagen.  Zukunftsweisende Weichen seien hier in Winnweiler gestellt worden, wobei man bedenken müsse, dass es auf diesem Sektor keine Patentlösungen gebe. Für ihn sei es eine besondere Herausforderung, so Füllert, weshalb er mit viel Ehrgeiz an seine neue Aufgabe herangehen werde. In seine Arbeit will er die örtlichen Wehrführer mit einbinden, aber auch bestrebt sein, die ehrenamtlich tätigen Personen zu entlasten. Dabei sucht er auch die Verknüpfung zu anderen Hilfs- und Rettungseinheiten und die Kontaktpflege zur Nachbarschaft. Er sei sich bewusst, dass er Verantwortung über mehr als 250 freiwillige Wehrleute habe und für hohe Sachwerte verantwortlich sei. Der vorbeugende Brandschutz habe bei ihm einen hohen Stellenwert und ausgereifte Alarm- und Einsatzpläne sollen den Ehrenamtlichen die Arbeit erleichtern.


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